Der Kranich als Friedenssymbol

Internationale Friedensschule Bremen
– ein Projekt im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus –

Kontakt             Impressum             Bürgerhaus


   Start / Aktuelles
   Über uns
   Mitmachen

   Praxis

   Orte

   Freitagskundgebung
   der Initiative
   "Nordbremer Bürger
    gegen den Krieg"

   Netzwerk

   Personen

   Archiv

DER LUFTSCHUTZSTOLLEN BS 13:
EIN NEUER ERINNERUNGS- UND GEDENKORT IN BREMEN-NORD?





      Ausschnitt aus einem Bauplan für Luftschutzstollen in Bremen-Nord, mutmaßlich früher Entwurf (1943?), nicht realisiert

Das aggressive NS-Deutschland setzte ab 1939 kriegerische Ressourcen an verschiedenen Fronten ein. An den effektiven Schutz der inländischen Bevölkerung wurde erst gedacht, nachdem die Luftüberlegenheit den anglo- amerikanischen Verbänden ab 1940 strategische Bombardierungen von Industriezentren (wie auch Bremen) ermöglichte. Bei Errichtung von Schutzbauten wurde Bremen-Nord dabei mit Hinweis auf die aufgelockerte Bebauung benachteiligt. Der Unmut in der Bevölkerung beschleunigte schließlich ab 1943 die Planung zahlreicher Luftschutzstollen im Geesthang zwischen Lesum und Farge.



Ein solcher Luftschutzstollen war kürzlich zufällig für eine Zeit begehbar: mehrere hundert Meter lang, auf den ersten Blick nicht überformt durch Nachkriegsbauarbeiten, mit einzelnen Restelementen der alten Nutzung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich in Bremen Menschen fänden, die diesen Teil unserer Geschichte für die Öffentlichkeit erfahrbar machen würden. In Delmenhorst kann man sich bereits ansehen, wie das aussehen könnte. Dort ist im Mai 2026 ein 40m langer Deckungsgraben bei einer ehem. Mädchenschule unter Denkmalschutz gestellt und der Öffentlichkeit für Besichtigungen freigegeben worden.


Besonders interessant: Es liegt eine Zeugenaussage zu den Bauarbeiten an Schutzbauten in Bremen-Nord vor. Der italienische Militärinternierte Spartaco Casarotto war lange Wochen am Bau von Schutzstollen eingesetzt, eine gefährliche Arbeit. Was ihn besonders belastete, war der Hass und die Verachtung, die ihm und seinen Landsleuten zuteil wurde. Casarotto hat in seiner Zeit in Bremen-Nord für jeden Tag Aufzeichnungen angefertigt, die inzwischen als Taschenbuch in Italien erschienen sind (Spartaco Casarotto, Ci chiamavano macaroni traditori, Cierre ed. 2021)

Auch das Team von Buten und Binnen zeigt Interesse an dem Thema. Die Fotos entstanden bei Dreharbeiten im Juni 2026.




nach oben


   Aus immer noch
   aktuellem Anlass!
   Bitte anklicken!

Projekt "Internationale Friedensschule Bremen"
Gustav-Heinemann-Bürgerhaus
Kirchheide 49, 28757 Bremen

© 2005 Projekt Internationale Friedensschule Bremen   |    Email